Am 4. Spieltag in Gevelsberg ist es aus unserer Sicht denkbar schlecht gelaufen. Wir haben ordentlich gespielt, aber die anderen Mannschaften waren an diesem Tag einfach besser. Besonders ärgerlich: Die Mannschaft von Ennepetal 2 sicherte sich hinter Ennepetal 1 den zweiten Platz und konnte die ersten 6 Punkte ergattern. Für uns gab es leider keine Punkte, aber wir lagen nach 4 Spieltagen immer noch 2 Punkte und 59 Schläge vor Ennepetal 2. Am letzten Spieltag hatten wir unser Heimspiel auf der Betonanlage im schönen Nettetal. Hier ging es einzig und allein darum den kleinen Vorsprung zu verteidigen, also in der Gesamtabrechnung vor Ennepetal 2 zu bleiben.
Ein Bericht von Andreas Lindenblatt
Doch nicht nur die Abstiegsfrage sollte spannend werden, auch um den Aufstieg gab es ein enges Rennen. Ennepetal 1 hatte 24 Punkte angesammelt, Herten 2 lag nur 2 Punkte dahinter und weitere 2 Punkte zurück folgte Paderborn. Es konnte also noch alles passieren! Die Personalsituation unserer Mannschaft war „semi-entspannt“. Andreas Wilke und Dirk Niehaus würden aus privaten Gründen bzw. krankheitsbedingt nicht zur Verfügung stehen.
Andreas Lindenblatt musste aussetzen, da er die 1. Mannschaft des VfB Osnabrück bei der Aufstiegsrelegation gegen BGV Bergisch Land unterstützen wird (und daher nicht eingesetzt werden durfte). Von den bisherigen Stammspielern standen Hartmut Werft, Dieter Neuhäuser und Peter Dettmer jedoch zur Verfügung.

Als Ersatz boten sich neben den schon „mannschaftserprobten“ Helmut Bünte und Wolfgang Krappe auch Stefan Westerfeld (Gewinner des VfB-Wintercups) und Jens Rechenmacher (unser Kassierer, der im Pokal ohne Training unseren Jungnationalspieler Hendrik Hoogen ausschalten konnte). Beide waren spontan bereit das Team zu verstärken – tolle Einstellung!

Auf der Heimanlage spielt es sich natürlich angenehmer als auswärts. Die Bahnen sind bekannt, aber die Sicherheit in den Schlägen muss man sich durch regelmäßiges Training immer wieder erarbeiten. So stürzten sich alle Akteure in die sportliche Vorbereitung. Aber auch die organisatorische Vorbereitung von Catering und Spielorganisation wurde frühzeitig in Angriff genommen. Fleißige Helfer (Vereinsmitglieder und deren Frauen kümmerten sich um das leibliche Wohl unserer Gäste, die uns an den vorherigen Spieltagen ebenfalls gut bewirtet haben.
Der Mannschaftsführer Andreas Lindenblatt konnte sich dieses Mal auf die Organisation und die Trainingsbegleitung der Mannschaft konzentrieren, um dann 6 Spieler zu bestimmen, die am Sonntag um die Punkte kämpfen sollten. Eigentlich sollten Punkte auf der Heimanlage kein Problem sein, aber abgerechnet wird erst nach der letzten Bahn. Nach etlichen sonnigen Trainingsrunden (das sollte sich am Sonntag ändern) konnte sich Wolfgang Krappe leicht vor Jens Rechenmacher behaupten und so sollte die Aufstellung wie folgt lauten:
1. Hartmut Werft
2. Dieter Neuhäuser
3. Wolfgang Krappe
4. Helmut Bünte
5. Stefan Westerfeld
6. Peter Dettmer
7. Kirsten Krappe
8. Jens Rechenmacher
9. Martin Schmitz

Die Trainingsergebnisse waren gut und das Bauchgefühl des Mannschaftsführers sagte: „Wenn es gut läuft sind hier 2-4 Punkte möglich.“. Auf jeden Fall sollte der Abstand zwischen Ennepetal 2 und unserem Team möglichst gering ausfallen, damit wir unseren Vorsprung von 2 Punkten und 59 Schlägen nicht einbüßen. Es würde auf jeden Fall spannend werden!
Runde 1:
Herten spielte als einziges Team mit 148 eine grüne Mannschaftsrunde, also einen Rundenschnitt von unter 30 Schlag und untermauerte damit seine Aufstiegsambitionen. Ennepetal 1 folgt mit 151 knapp dahinter, wiederum gefolgt von Paderborn mit 153. Osnabrück dahinter mit 157 und damit 6 Schlag vor Ennepetal 2 (163). Es lief also „nach Plan“. Insbesondere Hartmut mit einer 26er- und Stefan mit einer 28er-Runde konnten glänzen.

Runde 2:
In der zweiten Runde konnten wir uns deutlich auf 145 Schläge steigern und eine grüne Runde spielen. Allerdings spielten Herten (142), Ennepetal 1 (143) und Paderborn (144) ebenfalls grün und hielten uns auf Distanz. Beruhigend war die 156er Runde von Ennepetal 2, die uns weiteren Vorsprung verschaffte. Abermals konnten Hartmut (29) und Stefan (27) Akzente setzten. Auch Dieter legt seine „Zurückhaltung“ ab und verbesserte sich von 36 auf 28 Schlag.

Runde 3:
Mitten in der dritten Runde kam dann der angekündigte Regen und der Oberschiedsrichter Ansgar Buchholz (aus unsere Ersten, hatte sich spontan als Oberschiri angeboten, danke Ansgar!) unterbrach den Spielbetrieb für 90 Minuten. Gleichzeit entschied das Schiedsgericht den Spieltag von 4 auf 3 Runden zu verkürzen. Zu diesem Zeitpunkt hatten einige Mannschaftsspieler die dritte Runde schon absolviert, einige waren aber noch auf ihrer Runde und mussten diese auf den noch feuchten aber spielfähigen Bahnen beenden.

Hartmut und Stefan spielten souverän weiter und lieferten mit 28 und 27 zwei grüne Runden ab. Damit zeichnete sich der Klassenerhalt schon deutlich ab. Wolfgang spielte auf Halten und eine sichere 35. Ebenso Peter, der an diesem Tag etwas unglücklich agierte, aber mit einer 33 eine ordentliche Runde ins Ziel brachte. Unser „Großgolfer“ Helmut war mit 6 Assen und einer 3 nach 15 Bahnen gut unterwegs, musste aber leider verletzungsbedingt aufgeben. Wir wünschen Dir gute Besserung und hoffentlich bist Du bald wieder am Start!
Ergebnistechnisch haben wir in der dritten Runde nichts mehr anbrennen lassen. Eine 155er Mannschaftsrunde reichte um Ennepetal 2 (160) in Schach zu halten. Damit hatten wir das
Saisonziel Klassenerhalt zur allgemeinen Freude erreicht. Spannender noch als der Kampf um den Klassenerhalt verlief der Kampf und den Staffelsieg. Ennepetal 1 konnte an diesem Tag zwar nur den zweiten Platz hinter den stark aufspielenden Hertenern belegen, aber aufgrund der weniger benötigen Schläge reichte es knapp für den Staffelsieg und die Fahrkarte für die Aufstiegsspiele. Das war nicht immer so klar, denn hätte sich Paderborn an diesem Tag noch zwischen Herten und Ennepetal 1 geschoben, so wäre Herten 2 Staffelsieger geworden. Er wurden also bis zum letzten Mannschaftsspieler alle Ennepetaler Daumen gedrückt und das hat auch geholfen.

Das Endergebnis des 5.Spieltags (3 Runden) lautet:
1. Herten 2 mit 435 Schlag (Rundenschnitt 29,0), 8 Punkte
2. Ennepetal 1 mit 439 Schlag (29,3), 6 Punkte
3. Paderborn mit 451 Schlag (30,1), 4 Punkte
4. Osnabrück 2 mit 457 Schlag (30,5), 2 Punkte
5. Ennepetal 2 mit 479 Schlag (31,9), 0 Punkte
Das Gesamtergebnis nach 5.Spieltagen sieht wie folgt aus:
1. Ennepetal 1 mit 2.671 Schlag und 30 Punkten (Staffelsieger)
2. Herten 2 mit 2.693 Schlag und 30 Punkten
3. Paderborn mit 2.739 Schlag und 24 Punkten
4. VfB Osnabrück mit 2.838 Schlag und 10 Punkten
5. Ennepetal 2 mit 2.919 Schlag und 6 Punkten (Absteiger)
Zu unseren Einzelspielern:
Kirsten Krappe hat mit 117 Schlag und einer schönen 35er-Runde ordentlich gespielt und gezeigt, dass noch mehr möglich ist. Jens Rechenmacher hatte die Mannschaftsplätze knapp verpasst und spielte als Einzelspieler 102 Schlag mit Runden zwischen 32 und 36. Martin Schmitz spielte 119, hatte seine Körner mit exzessivem Vortagstraining schon am Samstag verschossen.


Bester VfB-Spieler an diesem 5. Spieltag im Nettetal war Stefan Westerfeld mit 82 Schlägen und einem Schnitt von 27,3 Schlag. Als Ersatzspieler in die Mannschaft gerutscht spielte er alle Teilnehmer in Grund und Boden und war tagesbester Spieler aller 42 Akteure!! Dicht dahinter folgte unser Hartmut Werft, der mit 83 Schlägen nur einen Wimpernschlag dahinter lag. Die beste VfB-Einzelrunde spielte ebenfalls Hartmut mit 26 Schlag.
Fazit und Ausblick:
Obwohl die halbe Mannschaft ausgefallen war, haben wir bis zum Ende gekämpft und den Klassenerhalt geschafft. Stefan Westerfeld, der beste Ersatzmann, den wir je hatten. Helmut Bünte, der bis zum Leistenbruch alles gegeben hat. Und jeder Einzelne in der Mannschaft, der alles gegeben hat, was an diesem Tag drin war. Mit diesem Mannschaftsgeist haben wir das Saisonziel erreicht und freuen uns bereits auf die Landesliga-Saison 2027.
DANK des Mannschaftsführers:
• DANKE an alle lieben Menschen, die uns insbesondere am letzten Spieltag in vielfältiger Weise unterstützt haben. Ihr sorgt dafür, dass wir den Kopf frei haben und uns auf das Sportliche konzentrieren können.
• DANKE an meine Mannschaft, die allen Ausfällen getrotzt und sich immer wieder neu formiert hat. Das habt Ihr ganz vorzüglich gemacht, insbesondere unsere Neulinge.
• DANKE an alle, die ich hier nicht gesondert erwähnt habe. Ihr habt alle ein kleines Stückchen vom Klassenerhalt mit erarbeitet.
… und 2027 greifen wir wieder an!!!




































