🔥 Verdammt heiße Ware beim Halveraner Hallenfinale 😅

Ja, was man sich alles immer so vornimmt. Vor ca. vier Wochen fanden der Winterpokal und das Halveraner Hallenfinale an einem Wochenende statt. Über den Winterpokal hat der Autor mit Unterstützung von Herbert Luttmann bereits kurzfristig berichtet.

Nun wagt er sich nach langer Zeit an die Berichterstattung zum zweiten Event:

Das Teilnehmerfeld war nicht so „stark“ besetzt, wie man es aus dem Februar kannte, wo sich die Prominenz, unter anderem aus Arheilgen, Mainz, Wesel, Dormagen Brechten und Göttingen, die Ehre gab.

Unter anderem waren Zweitligaspieler aus Homburg (u. a. David Hagemeyer, Luca Hudert, Lukas Philippus, Natascha Hütter), Bottrop (Fabrice Lange), Schriesheim (Jan Niclas Moosmann), Kerpen (Frank Seidler) und Bochum (Oliver Rathjens) dabei.

Oliver Rathjens (links) und Fabrice Lange sind am Start!

Auch Minigolfer von weit weg aus Österreich und den Niederlanden wollten sich das Ganze nicht entgehen lassen.

Die Holländer, liebevoll Käsköppe genannt (nein, das ist kein Rassismus, ich muss aber aufpassen, dass ich keine Hausdurchsuchung bekomme 😉 ), haben dabei geniale Vereinsnamen am Start und erinnern mich an Otto Waalkes und seine Fernsehfolgen mit „English for Runaways“ (Englisch für Fortgeschrittene) und „English for Insiders“ (Englisch für Reingefallene).

Übersetzung:
MGC De Houtduif -> „Hau drauf“
MGC De Trekvogels ->„Die Drecksvögel“

Auch die deutschen Osnabrücker „Kartoffeln“ waren am Start. Hendrik Hoogen und meine Wenigkeit trafen sich bereits um 5:45 Uhr, nicht weit entfernt von der ehemaligen M&G Base. Zwei Stunden Autofahrt, Daniel abholen und Einspielzeit eingeplant.

Da wir Daniel auf der A1 einsacken wollten, integrierten wir bei Google Maps das Zwischenziel Raststätte Münsterland. Interessanterweise wurde das eingetippte Ziel doppelt von Google Maps erkannt, ohne erkennbaren Unterschied in der Bezeichnung. Hmm? Besser doppelt als gar nicht auffindbar, befanden wir und drückten auf eines der beiden Ergebnisse. Komisch, gestern hatte ich bereits bei Google Maps geschaut, dort war die Fahrzeit bis dorthin 15 Minuten kürzer gewesen.

Wir fuhren los und quatschten, was das Zeug hielt, dazu ein integrierter Abstandstempomat und eine freundliche Frauenstimme aus dem Navi. Was will man mehr?

Ein paar Meter vor der Raststätte dann irritierte Blicke von uns, als die gute Dame aus dem Inneren des Fahrzeugs behauptete, wir bräuchten noch 15 Minuten bis zum Ziel. So fuhren wir also an Daniel vorbei und mussten ihn erst einmal telefonisch über die „Panne“ informieren. Glücklicherweise fiel uns noch eine Alternative zum direkten Umdrehen ein, so dass unser Neuzugang seinen Mercedes startete und uns zum nächsten Rastplatz folgte.

Wir Döspaddel warteten dort am Anfang des Rastplatzes und staunten, wie schnell Daniel da war. Doch es war dann doch ein anderer Mercedes, der mit so viel Zunder an uns vorbeifuhr und es nicht rechtzeitig schaffte, zum Stillstand zu kommen. Ein Blitzer hätte in der Boxengasse bestimmt über 100 km/h angezeigt.

Als Daniel es dann endlich zu uns ins Auto schaffte, war es Henne, der direkt etwas loswerden wollte.

Aber psst, soll noch keiner wissen! Sesamstraße lässt grüßen. Bitte vorab anschauen, bevor ihr weiterlest.

Hendrik zeigte uns wirklich heiße Ware, die bis dato noch keiner zu Gesicht bekommen hatte.

Verdammt heiße Ware!

Der nächste VfB Osnabrück/Wesel-Kracher, der mit dem gesuchten Peter Eisenschmidt vergleichbar ist (Ball fürs Labyrinth) und außerdem noch mit einem schicken Gelbton daherkommt.

Dementsprechend war klar, dass bevor wir aus dem Auto ausstiegen schon der Rubel rollte (darf man das überhaupt in Zeiten der Russlandphobie noch sagen? 😉 ).

In der Halveraner Halle angekommen, freuten wir uns, die Mannschaftskollegen wiederzusehen: Komplettiert mit Dirk Niehaus und Oliver Hübner waren insgesamt fünf VfBler vertreten.

v.l.n.r.: Hendrik Hoogen, Dirk Niehaus, Stefan Härtel, Oliver Hübner und Daniel Maihaus.

Wir (Daniel und ich) hatten bis dato einmal vor Ort im Dezember trainiert (danke an Dirk Stamm und Dirk Niehaus für die tolle Unterstützung) und mussten nun das Wissen vom letzten Mal wieder hervorholen.

Kurzfristig wurde der Schlag auf Bahn 1 in einen Rundumschlag geändert, was letztlich nicht ganz so fruchtete und ich mich fragen muss, wie ich im nächsten Jahr vorgehe. Die Bahn ist übrigens laut Statistik die einfachste auf dem Platz ;). Siehe hier.

Auch das V ist hier bekannt dafür, dass der ein oder andere Schlag nicht sein Ziel findet und ist nach dem Fenster mit einem Schnitt von 1,66 Schlägen die zweitschlechteste Bahn. Auch Zven hatte seine Probleme mit der Bahn (siehe Video).

Netterweise wurde mir zugetragen, dass am ersten Turniertag ab Runde drei bis vier aufgrund der steigenden Temperaturen der Ball an den Radkappen (3D 273 oder z. B. M&G Niendorf 2025 Freundschaftsturnier) überlaufen könnte. So wurde alles dafür getan, dass die Pille passend temperiert war.

Meine Wenigkeit hatte in der Gruppe mit Ralf Wilhelms (BSC Ennepetal) und Karl-Heinz Angrabeit (1. KGC Mönchengladbach) seinen Spaß. Jedes Ass wurde dem anderen gegönnt und mit der Faust gefeiert 😉 .

Die drei von der Tankstelle 😉

Karl-Heinz und ich waren am Netz immer knapp unterwegs und nutzten jede Möglichkeit, das Ding mit Latte oder Pfosten ins Tor zu bringen. Auch die Gruppe hinter uns war ganz traurig, als wir in der letzten Runde wirklich „save“ durchspielten, denn an das Geräusch hatten wir uns alle schon ein wenig gewöhnt.

Fabrice Lange zauberte ebenfalls auf seinen Erfolgsrunden. Beispielhaft Runde 1, wo er mit Vorlauf an der Schleife und am Pitauge mit rechter Fensterkante und linker Bande zum Ziel kam und letztlich eine 21 spielte. Auch am Blitz waren es „Kalla“ und ich, die es häufiger mal schafften, beim Versuch des direkten Durchspielens an der Kante hängen zu bleiben und wieder von vorne spielen zu müssen.

Karl-Heinz schoss aber den Vogel ab, als er mit der „Mittelkante“ und linker Bande erfolgreich war. Zudem schnappte er sich als Linkhänder jeweils einmal von Ralf und mir den Schläger, um mit rechts die Doppelwelle vom Start weg und den Blitz aus der Heimat zu lochen.

Ich schaffte es als Sonderzugabe in Runde eins, den Ball an der Banane hinzulegen und direkt ohne Konzentration zu spielen als wäre die Eins schon sicher. Dämlich, denn zu früh an der linken Vorbande gespielt, knallte ich am Hindernis davor.

Zwei Runden später war ich froh, dass der Teller noch kam und ich diesen im Training beherrschte. Mit linker Bande kam der Ball gerade so rechts über den Rand und trudelte mit minimalstem Tempo nach hinten. Ich feierte innerlich mit nem Feuerwerk schon den Erfolg! Aber was war das? Der Ball schaffte es dennoch, sich rechts am äußersten Punkt mit 0,00000000000001 km/h über die Abgrenzung zu hieven.

In meiner Statistik tauchten vier Asse beim Plateau (Teller) auf, da meinte es Turnierleiter Klaus Dunker gnädig mit mir. Dafür erntete ich dann von ihm die 3 am Winkel und war somit einer von zwei Spielern, dem das Kunststück gelang, an dieser Bahn nicht mindestens mit dem zweiten Versuch erfolgreich zu sein 😉 .

Zu unseren Ergebnissen: *klick*

Bei den Senioren I landete Oli mit einem 23,8er Schnitt auf dem 12. Platz. Dirk spielte unter seinen Möglichkeiten und lief auf Platz 7 ein (23er Schnitt). Oliver Rathjens (Bochumer MC) gewann mit 81 Schlägen die Konkurrenz vor Rolf Roßbach (SSC Halver) und Dirk Müller (vereinslos).

Da isser! Oliver Rathjens mit der Goldmedaille und nem Pasi-Ball als Gewinn.

Bei den Jugendlichen spielte Henne eine 92 und lag damit drei Schläge hinter Finn Schmack (MGC Lünen Syburg) und Max Schmidt (MSK Neheim Hüsten).

Der „Mann“, der alles essen kann. Henne mal wieder am futtern.

Im Herrenbereich konnte Daniel wieder dazulernen. Wir werden dieses Jahr weiter daran arbeiten und sind zuversichtlich, dass er sich Stück für Stück weiterentwickelt.

Mit 89 Schlägen war ich selbst zufrieden und verpasste um einen Schlag nur knapp die prämierten Ränge.

Ganz vorne reihte sich David Hagemeyer (BGSV Bad Homburg) vor Fabrice Lange ein. Mit 80 Schlägen krönte er sich zum verdienten Sieger!

David Hagemeyer ganz oben auf dem Treppchen!

Seine Schläge am Salto müssen dabei Eindruck hinterlassen haben. Kurze Zeit später wurde sein eingesetzter 3D Fun Sports Bergstraßen Cup 2023 in GL auf Facebook mehrfach gesucht.

David zeigt uns, wie einfach es geht. Hier mit einem Willy Wühler.
Klare Kaufempfehlung für den Salto 😉